BIOGRAFIE
In Mellau (Bregenzerwald/Vorarlberg) geboren.
Als Kind in den 60er-Jahren großes Interesse an Asien und allem Asiatischen. Menschen, Gegenstände, Filme, Erzählungen.
Obsession für Schriftzeichen
Außerdem: Film, lesen, Menschen beobachten, fremde Länder, Exotik, sammeln, Kriminalistik, Spannung Bilder und Schauspieler/innen aus Zeitschriften schneiden
9 Schuljahre
Kaufmännische Lehre, Abschluß
1977 ein halbes Jahr Paris
Danach eine Sommer-Saison bei Bauern im Bregenzerwald
Im Herbst 1978 nach Wien
Verschiedene Arbeiten in der Stadt, u.a.Lebkuchenbäckerin, Köchin, Vienna Folk Festival, 2 Jahre Buffetfrau und bei Wolfgang Ambros´
1. Watzmann-Tournee durch Deutschland als „Bäuerin“ auf der Bühne
Anfang 80er-Jahre eineinhalb Jahre bei Michael Schottenberg´s „Theater im Kopf“ als Produktionsassistentin und Beleuchterin
Weiterhin großes Interesse an Asien, Reisen, Film, Bildern, Indianern Nordamerikas und Inuitvölkern, beobachten, Stadt-streunen, Reisen, lesen, Ausstellungen, sammeln
Mitte 80er-Jahre mehrere Asien-Reisen und erste Filmerfahrungen in der Werbung
2 Jahre bei Tale-Film
Anschließend 10 Jahre freiberufliche Produktionsassistentin bei verschiedenen Spielfilmen und Perfektionierung meines „dritten Auges“ – Casting
Ab 1996 als Casting-Director für Dor-Film
8 Jahre lang erfolgreich tätig
Filme - Schlafes Bruder, Hinterholz8, Comedian Harmonists, Silentium, Die Siebtelbauern, Komm, süsser Tod, Brüder I und II u.v.a.
Ab 2003 keine fremden Gesichter mehr in meinem Kopf möglich
Neuaufnahme meiner Spurensuche und Beginn der großen Reise
Als Marktfahrerin mit Verwandten quer durch Deutschland mit
Speck & Käse unterwegs – sehr glückliche Zeit
Im Herbst 2003 brechen die eigenen Bilder heraus und in kürzester Zeit entstehen über hundert Collagen aus lauter Dingen, die ich irgendwo gefunden und seit längerem gesammelt habe
2. großer Flohmarkt (nach 2002) – Verkauf vieler meiner Sachen und Sammlungen
Im Frühjahr 2004 letztes Casting für Dor-Film
Ständige Visionen von EIS
Mit Flohmarkt- und geborgtem Geld Ende Frühjahr 2004 Aufbruch nach Grönland
Der Plan: dreimonatiger Arbeitsaufenthalt
Als Zimmermädchen in einem Hotel arbeiten, schreiben und vom Boden aufheben, was mich findet – vor allem aber, weit hinaus ins EIS
Am 31.Mai 2004 betrete ich bei starkem Regen in Kulusuk Grönländischen Boden
Und entgegen der Abmachung keiner da, der mich abholt
Allein im Eis
Heftige Monate in Grönland - Himmel&Hölle
Weit draußen in der Arktis erste Begegnungen mit Seehunden, Walen und - riesigen Eisbergen
Herzklopfen. Respekt. Überwältigung. Berührung. Zärtliche Zuneigung, ewiges Staunen. Gigantische Wunder.
Am 7.Juli in einer Art Zeitlupe DER FALL ins eisige Wasser, in voller Grönland-Montur, als ich allein zwischen zwei Booten mit einem Sack Seehundfellen hin- und herspringe
Langes Titanic-feeling im Wasser zwischen den Eisbergen
Rettung durch Arktisjäger Gideon
Anfang September von Grönland nach Wien und wieder als Marktfahrerin an bizarren Orten in Deutschland unterwegs
Industriegebiete, Autobahnkreuzungen, riesige Shoppingcenter im Nirgendwo, Tankstellen und Märkte in der Abenddämmerung anstatt EIS
Zurück in Wien, kontinuierliche, wochenlange Arbeit an den Collagen, ohne viel Unterbrechung
Großes Echo, als ich die Arbeiten herzeige
Im März 2005 Verkauf der ersten Collage, es folgen weitere,
auch ins Ausland
Im Mai 2005 Tod meines Bruders Wolfgang.
Langer Aufenthalt bei den Eltern in Mellau
Abtauchen. Auftauchen. Wie die Grönland-Wale
Am 5.und 6.November 2005 Ausstellung der Collagen im 'Kulturraum Bregenzerwald'
3. großer Flohmarkt im Herbst, weitere glückliche Veräußerung meines Besitzes
Längere Pause notwendig - nur wenige Collagen
9.-12. November 2006 große Ausstellung "waiting"
Siebensterngalerie Ruth Maier/Wien
10.-20. April 2008 Ausstellung "short pornos"
Mican Film/Wien
9.-31. Oktober 2008 Ausstellung "short pornos"
Liebenswert - feminine Lebensart/Wien
14. November 2008 – 8. Februar 2009 Ausstellung AUSTRIAconTEMPORARY im Rahmen der Ausstellungsreihe EMERGING ARTISTS ESSL- MUSEUM
3. Oktober 2009 Ausstellung 'Lange Nacht der Museen' in Götzis
© Barbara Vögel


